Ich gehe gerne spazieren und erst recht im Wald, von dem es hier in Deutschland ja genug gibt. Wald erinnert mich immer an früher, an Kinderzeiten, voller Geschichten über Gnome, Feen und Waldgelichter. Aus dieser Stimmung heraus fotografiere ich und bin am Ende selbst gespannt auf die Bilder.
im Gras gelegen

großes ich weiß nicht was

Auf der Mauer auf der Lauer

.. oder wie man die Zeit mit dem Fotoapparat einfängt …

Technische Informationen:
Die Verschlusszeit, ist der Zeitraum, innerhalb dessen Licht auf den Sensor/Film fällt, nachdem man auf den Auslöser gedrückt hat. Klick… klack. Die Verschlusszeit ist abhängig von Objektivbrennweite, Iso, und eingestellter Blende. Von Objektivbrennweite insofern, dass bei einem kurzen weit geöffneten Weitwinkelobjektiv, mehr Licht eindringen kann als bei einem langen dunklen Telerohr mit kleiner Blendenöffnung.

Hier eine Beispiel Reihe der Belichtungszeiten:

30 Sekunden 15 Sekunden 8 Sekunden 4 Sekunden 2 Sekunden 1 Sekunde
1/2 Sekunde 1/4 Sekunde 1/8 Sekunde 1/15 Sekunde 1/30 Sekunde 1/60 Sekunde
1/125 Sek. 1/250 Sek. 1/500 Sek. 1/1000 Sek. 1/2000 Sek. 1/4000 Sek.

Wie man gut sehen kann, ist eine Stufe höher immer doppelt solange und eine Stufe niedriger halbiert die Zeit.
Richtwert: Ab 1/30 s ist Verwacklungsgefahr gegeben (bei normaler Ausstattung), während man 1/60s noch gut aus der Hand fotografieren kann.

Stilistisches Ausdrucksmittel:
Eine kurze Verschlusszeit hält jede Bewegung wie „eingefroren“ fest, egal ob das Motiv läuft, rennt oder fährt. So entstehen zum Beispiel solche Fotos. Auch ist bei kurzer Verschlusszeit die Gefahr des Verwackelns beim Fotografieren aus der Hand relativ gering.

Ein schöner Effekt, den man mittels langer Verschlusszeit erzielen kann, ist die Bewegungsunschärfe. Am besten man packt für solche Aufnahmen gleich ein Stativ ein. Ausprobieren läßt sich das an Motiven mit fließendem Wasser, sich bewegenden Menschen (Sport) oder im Straßenverkehr.
Als Beispiel hier ein Motiv an einer Fußgängerampel innerhalb einer Fußgängerzone. Bei f/32, 100Iso, 2,5s, Brennweite 59mm (Objektiv 18-200mm) aufgenommen. Die sich bewegenden Menschen, die hin- und hergehen sind fast gar nicht mehr zu sehen. Belichtet man lange genug sind sie ganz weg, als wären sie nie dagewesen. Hingegen bleiben statische Bildanteile wie Gebäude und Straßenschilder scharf stehen. So macht Fotografie Zeit erfassbar!

Stephanie Sinclair

Juni 25, 2008

Fotografen, die beeindrucken

Vita:
Freie Pressefotografin, PhotoJournalistin
Abschluß an der University of Florida in Journalisitk und Kunst/Fotographie.
Anschließend 5 Jahre Arbeit für den Chicago Tribune. Nach einem Irakaufenthalt als Reporterin, verläßt sie ihren Job, zieht erst in den Irak, dann nach Beirut/Libanon um direkt in der Region zu arbeiten. Zu ihren regelmäßigen Auftraggebern gehören das New York times Magazine, Time, Newsweek, US News & World Report, Stern, die deutsche Geo und Marie Claire unter anderem.

Preise:
Visa D’Or für 2004 Visa Pour L’Image photography festival in France,
1. Platz in World Press Photo und den FiftyCrows International Fund for Documentary Photography’s 2004 Central Asia and Caucasus Grant für ihre Fotografien über Frauenschicksale in Afghanisten.
3. Platz in World Press Photo für ihr Werk 2006 im Libanonkrieg und sie nahm Teil am World Press Photo’s 13th Joop Swart Masterclass.
Stephanie hat ebsno mehrere Preise gewonnen in the Pictures of the Year International annual competition inklusive einem ersten Platz für eine Geschichte über Hochzeiten im Gerichtsgebäude von Chicago, und sie wurde anerkannt iim American Photography Wettbewerb innerhalb der letzten vier Jahre. Der Chicago Bar Association’s Herman Kogan Meritorious Achievement Award 2000 wurde vergeben an Stephanie für ihr Engagement in einer Serie die der Chicago Tribune produzierte über die Todesstrafe in Illinois. Stephanie war auch Mitglied des Teams das den Pulitzer Prize für seine Dokumentation über die Probleme innerhalb der Luftfahhrindustie im Jahr 2000, erhielt.

Mich beeindruckt:
Der Entschluss der Fotografin ihr Leben nach dem Libanon zu verlegen. Die Bilder sind sehr ambivalent. Der Umgang mit dem Licht ist fast malerisch, nur sind die Motive alles andere als märchenhaft. Fotografie ist hier Mittel zum Zweck und ich bewundere Menschen, die ihr Können in einen sinnvollen Dienst stellen. Die Bildmotive sind nicht gestellte Bilder aus dem Leben der Menschen, die zu sehen sind, keine lange geplanten Arrangements. Trotzdem stimmen sie immer was den Bildaufbau angeht, und sie haben eine sehr eigene Sprache in Licht und Farben. Wer den Alltag aus seiner eigenen Sichtweise so wiedergeben kann, hat etwas zu sagen und jede Menge Seherfahrung.

Websites mit Bildern:

http://www.stephaniesinclair.com/
http://www.digitalrailroad.net/stephaniesinclair/Default.aspx
http://www.geo.de/GEO/fotografie/portfolio-des-monats/51900.html