Von der Lust am freien Experiment
Juli 27, 2008
Es macht so sehr viel Spaß, sich einmal frei treiben zu lassen und es muss einfach manchmal sein, denn es fördert den eigenen Fundus an Ideen, die gedankliche Freiheit! Ich finde es sehr schön, wenn sich Flüssigkeiten ineinander mischen und sich diese leichten wolkigen Strukturen bilden, wie Milch, die sich in Kaffee auflöst. Das wollte ich fotografieren und habe alles an Flüssigem gemischt, das mir in die Hände fiel. Wasser, Öl, Aquarellfarbe und auch Blumen. Daraus ergaben sich meine heutigen Motive, die eher an abstrakte Bilder erinnern. Letztendlich habe ich Farben, Formen und Motive in Photoshop zusammengemischt und genausoviel Freude daran gehabt, wie an einem von Hand gemaltem Acrylbild.
Hier eines der Ausgangsphotos:

High Dynamic Range HDR
Juli 25, 2008
HDR ist hype. Man kommt nicht um eine Begriffsklärung herum, wenn man sich intensiver mit aktueller Digitalfotografie beschäftigt. Beispiel Suchergebnis für HDR bei flickr.
Hier noch eine gute Beschreibung was HDR ist in der deutschen HDRgroup auf flickr.
Ich bin in diese Thematik etwas ahnungslos hineingetappt, indem ich versucht habe, die Photos mit stark farbigem Kontrastumfang, die man überall im Internet findet, einmal selbst zu erstellen.
Da ich mit Photoshop arbeite, habe ich das auf einem arbeitsintensiven, aber relativ einfachem Wege getan. Ich habe aus einer RAW Aufnahme (mit Aufnahmen im jpg Format ist diese Technik nicht möglich), zwei unterschiedliche Bilder erzeugt, eine Überbelichtung und eine Unterbelichtung. Diese auf mehrere Ebenen in Photoshop verteilt und die entsprechenden Bildbereiche ausmaskiert (ist der arbeitsintensivere Teil), So kann ich mühelos in Gegenlichtaufnahmen noch Farbe in ein dunkles Motiv bringen, ohne die Farbigkeit des Himmels, wie hier im Beispiel, zu verlieren:
Vorsicht: bei der Bearbeitung das Bild nicht zum Rauschen bringen!
Noch besser ist, wenn man gleich 2-3 Bilder mit unterschiedlichen Einstellungen fotografiert. Eine Aufnahme bei normaler Belichtung Av 0, eine Unterbelichtung: Av -2 und eine Überbelichtung Av +2. Nicht ganz einfach ist es jedoch diese 3 Bilder absolut deckungsgleich zu halten. es geht nur mit Stativ! und bei langer Belichtungszeit sollte sich auch möglich nichts bewegen. Alleine die Blendensteuerung sorgt schon für Unterschiede in der Tiefenschärfe.
Es gibt allerdings auch Programme und auch in Photoshop Einstellungen, die die das Arbeiten mit HDR Motiven automatisieren (3 verschiedene Bilder in den entsprechenden Belichtungsstufen braucht man jedoch immer!).
Beispieltutorial für Photoshop auf Youtube:
Einen Überblick zu weiterer Software hier.
Ob das nun schön ist oder Photokitsch ist Ansichtssache, darüber wird entsprechend häufig diskutiert. Wer die „reine“ Photographie schätzt, wird sagen, dass wirklich gute Bilder beim Fotografieren entstehen und nicht in der Nachbearbeitung. Da aber auch gute Nachbearbeitung gekonnt sein will, ist es für mich zumindest eine Möglichkeit, die Intensität eines Bildes zu steigern.
Live View nutzen beim normalen Outdoor fotografieren?
Juli 24, 2008
Nutzen oder nicht? Die Canon Eos 450D bietet eine Funktion für Live View-Aufnahmen an. Gemeint ist die Bildanzeige auf dem LCD-Display auf der Rückseite der Kamera. In der Regel habe ich beim Fotgrafieren diesen Monitor ausgestellt weil:
a. ich kann den Bildausschnitt besser im Sucher beurteilen,
b. bei Sonnenlicht ist er unsinnig, weil man darauf kaum noch etwas erkennt.
c. er ist ein Stromfresser, ohne ihn reicht mein Akku meilenweit.
Live View-Aufnahmen machen aber Sinn bei Stillifes, das heißt ber Verwendung eines Stativs oder bei Betrachtung direkt auf einem PC-Monitor (via USB Kabel und mitgelieferte Software). Live View funktioniert jedoch nur in den Aufnahmemodi, die nicht voreingesllt sind, Also auf dem oberen Programmauswahlrad in den Bereichen: P, Tv, Av, M, A-DEP.
RAW oder JPEG, wer die Wahl hat, hat die Qual
Juli 24, 2008
Ich war weg und meine Kamera auch:). Natürlich war ich am Meer (wohin sollte ich sonst wollen) und wollte das Meer, den Sand, die Wolken auf meinem Kamerachip mit nach Hause nehmen. Ein Laptop war auch mit dabei, so dachte ich, könnte ich mir abends ansehen, was ich tagsüber geschossen habe.
Typischer Fall von Denkste oder mangelhafter Vorbereitung. Die mit der Kamera mitgelieferte CD mit den erforderlichen Programmen zur nachträglichen Bildbearbeitung auf PC hatte ich mit der Überlegung zu Hause gelassen, dass unser Photoshop CS2 auf dem Laptop dafür ausreicht.
Nun fotografiere ich bevorzugt im RAW Format:
RAW (engl) = Roh, ist ein DateiFormat in der Digitalfotografie, bei der die Kamera während des Fotografiervorgangs die Bilddaten ohne zusätzl. Bearbeitung auf das Speichermedium überträgt. Also ROH. Wichtig zu wissen:
Trotz relativ ähnlicher Technik der digitalen Bildsensoren, sind abgespeicherte RAWFormate unterschiedlicher Hersteller und Modelle nicht zueinander kompatibel!
„Die digitalen Rohdaten liegen nach dem Aufnehmen und Speichern in einem proprietären Format vor, das, wenn es nicht durch Reverse-Engineering entschlüsselt wurde, nur mit der Software des jeweiligen Herstellers oder einigen speziellen Anwendungen von Drittanbietern verarbeitet werden kann. Aktuelle Bildbearbeitungssoftware besitzt jedoch integrierte RAW-Konverter für das Einlesen von Rohbildern, jedoch ist dies und deren Verarbeitung sehr ressourcenintensiv und zeitraubend. Viele Kameras binden ein Vorschaubild als JPEG in die Datei ein, das kameraintern für die Bildkontrolle benutzt wird und auch am Computer eine schnelle Vorschau ermöglicht.“
Zurück zu meiner Geschichte, beim Versuch die von der Kamera übertragenen Bilder auf dem Laptop mit PS CS2 zu öffnen, stellte ich fest, dass unserer Version offensichtlich der passende Konverter fehlt. Da wir keine Internetanbindung hatten, noway, dies nachträglich zu organisieren, aber ich erinnerte mich dass meine Kamera, es zuläßt mehrere Formate gleichzeitig abzuspeichern:
Einstellungen zur Bildqualität unter dem Menüpunkt Qualität an der Canon (Vorsicht diese Optionen stehen nicht vollständig zur Verfügung bei vorgewählten Programmeinstellungen):
geringe Qualität:
S: ca. 3,4 Megapixel, dateigröße: 0,8 MB
S: ca. 3,4 Megapixel, dateigröße: 1,6 MB
mittlere Qualität:
M: ca. 6,3 Megapixel, dateigröße: 1,3 MB
M: ca. 6,3 Megapixel, dateigröße: 2,5 MB
hohe Qualität:
L: ca. 12,2 Megapixel, dateigröße: 2,2 MB
L: ca. 12,2 Megapixel, dateigröße: 4,3 MB
hohe Qualität:
Raw: ca. 12,2 Megapixel, dateigröße: 15,3 MB
RAW +L: ca. 12,2 Megapixel, dateigröße: 15,3 MB +4,3 MB
alle Daten S, M, L werden im jpg oder jpeg Format gespeichert, das zwar in jedem Bildbearbeitungsprogramm ohne Konverter geöffnet werden kann aber (wegen der Komprimierung) verlustreich ist.
Ich wählte RAW + L und hatte damit das Problem im Grunde gelöst. Denn wie aus den technischen Daten hervorgeht, legt die Kamera bei dieser Einstellung 2 Bilder ab, eines im RAWFormat und eines als jpg, zur schnellen Ansicht. Da ich eine Speicherkarte für viele RAWbilder und schnelles speichern besorgt hatte: SanDisk extreme 4GB, war die Anzahl der Bilder, die ich pro Tag fotografieren konnte, immer noch hoch genug, um aus Quantität auch Qualität auswählen zu können.
Warum ich soviel Wert auf RAW lege?
Weil nachträgliche Korrekturen am Bild bei der vorhandenen Datenmenge um vieles sensibler durchgeführt werden können, als z.B. bei Daten im jpg. Format. Schwierige bzw. extreme Lichsituationen wie z.B. Gegenlicht führen leicht zu optischen Bildstörungen (u.a. chromatische Aberrationen mein nächstes Thema), die man nachträglich mildern oder beseitigen kann.
Wann mehr Megapixel Auflösung notwendig werden:
unabhängig von RAW oder JPEG bestimmt die Anzahl der aufgenommenen Megapixel, die Endgröße eines eventuell gewünschten Abzugs auf Papier.
Hier eine ungefähre Orientierung für Bildabzüge:
bei einer S Einstellung: klein: 14,8 x 10 cm, groß: 17,8 x 12,7 cm
bei einer M Einstellung: klein/groß max A4 (29,7 x 21 cm)
bei einer L, RAW oder RAW + L Einstellung: klein/groß max A3 (42 x 29,7 cm)
Achtung: Für die Bildbearbeitung im RAW Format bedarf es wie oben erwähnt der kameraeigenen Software oder eines EBV (elektronische Bildbearbeitung) Programms, das einen entsprechenden Konverter besitzt. Siehe auch Kommentar unter diesem Blog.
Radwandern entlang der Rheingau Riesling Route
Juli 23, 2008
Rezept für den Spundekäs aus Marions Kochbuch:
100 g
100 g
1/2
2 TL
60 g
Den Frischkäse mit Quark und Schmand in eine Schüssel geben. Mit einem Schneebesen alles kräftig rühren, bis eine glatte Creme entsteht. Zwiebel sehr fein würfeln und unter den Spundekäs rühren. Mit frisch gepreßtem Knoblauch, Pfeffer, Salz und Paprikapulver würzen. Spundekäs ca. 3 Stunden im Kühlschrank kaltstellen. Mit kleinen Salzbrezeln servieren. Spundekäs schmeckt aber auch sehr gut auf frisch gebackenem Brot oder zu Pellkartoffeln.
Guten Appetit:)
Was mache ich eigentlich mit der Blende?
Juli 1, 2008
tja gute Frage. Zuallerst einmal und grob vereinfacht, ist die Blende das Loch durch das das Licht in den Fotoapparat kommt. Gängigerweise kann man die Größe dieses „Lochs“ mittels Lamellen unterschiedlich einstellen. Faustregel: kleine Blendenzahl – große Blendenöffnung. Blende 5.6 ist also ein relativ großes „Loch“ im Gegensatz zu Blende 32. Große Blendenzahl – kleine Blendenöffnung.
Ist es egal wie groß man die Blende einstellt?
Nein, denn die Blendenöffnung wirkt sich auf zweierlei Dinge aus, die erheblichen Einfluss auf die Bildgestaltung haben.
1. die Verschlusszeit.
Abhängig vom Licht und der Filmempfindlichkeit (Iso), braucht man für ein Foto nur eine bestimmte Menge Licht. Ein Zuviel wäre eine Überbelichtung, ein Zuwenig eine Unterbelichtung. Die Verschlusszeit regelt wie lange die Blende offen bleibt. Logischerweise braucht man eine sehr offene Blende nicht solange offen zu lassen um eine genügende Menge Licht zur Belichtung zu erhalten, während man im umgekehrten Fall bei einer kleinen Blendenöffnung entsprechend länger offen lassen muss für die gleiche Mende an Licht.
Faustregel: große Blendenöffnung – kürzere Belichtungszeit, kleine Blendenöffnung – lange Belichtungszeiten.
Wird die Blende um eine Stufe geöffnet oder geschlossen, so verdoppelt bzw. halbiert sich die Menge des durchgelassenen Lichts.
Jedes Objektiv lässt -unabhängig des Fabrikats oder der Brennweite- bei gleicher Blendenzahl die gleiche Menge Licht durch, da die Blendenöffnungen in international genormte Stufen eingeteilt sind:
1,0 – 1,4 – 2,0 – 2,8 – 4,0 – 5,6 – 8 – 11 – 16 – 22 – 32 45
2. die Tiefenschärfe oder Schärfentiefe
Mithilfe der Blende steuert man auch wie groß der Schärfebreich des Bildes sein soll. Das heißt wie weit vor und hinter dem Motiv (auf das mittels Entfernungseinstellung fokussiert wird) noch scharf abgebildet wird.
Durch das Scharfstellen eines Motivs hinter dem ersten Drittel des Bildbereiches nutzt man die Schärfentiefe optimal aus. Wichtig bel Landschaftsaufnahmen!.
Faustregel: Je größer die Blendenöffnung desto kleiner der Tiefenschärfebereich, je kleiner die Blendenöffnung desto größer der Tiefenschärfebereich.
Praktisch heißt das für Portraitaufnahmen große Blende, für Landschaft eher eine kleine (es soll ja vom Bildvordergrund bis zum Horizont scharf sein).
Beispiel für einen kleinen TiefenSchärfebereich:

f/5.6, 1/200s, iso 100, 18-200 144mm man sieht vom Hintergrund nur noch die Farbe, keine Form mehr, während die vorderen Blütenblätter scharf sind (die hinteren aber schon nicht mehr).

f/32, 1/6s, iso 100, 18-200 144mm Der Hintergrund nimmt Form, lenkt jedoch unschön vom Hauptmotiv ab. (anbei bemerkt, ich habe mit Stativ fotografiert, 1/6 s kann niemand mehr aus der Hand fotografieren ohne zu verwackeln)










