High Dynamic Range HDR

Juli 25, 2008

HDR ist hype. Man kommt nicht um eine Begriffsklärung  herum, wenn man sich intensiver mit aktueller Digitalfotografie beschäftigt. Beispiel Suchergebnis für HDR bei flickr.
Hier noch eine gute Beschreibung was HDR ist in der deutschen HDRgroup auf flickr.

Ich bin in diese Thematik etwas ahnungslos hineingetappt, indem ich versucht habe, die Photos mit stark farbigem Kontrastumfang, die man überall im Internet findet, einmal selbst zu erstellen.
Da ich mit Photoshop arbeite, habe ich das auf einem arbeitsintensiven, aber relativ einfachem Wege getan. Ich habe aus einer RAW Aufnahme (mit Aufnahmen im jpg Format ist diese Technik nicht möglich), zwei unterschiedliche Bilder erzeugt, eine Überbelichtung und eine Unterbelichtung. Diese auf mehrere Ebenen in Photoshop verteilt und die entsprechenden Bildbereiche ausmaskiert (ist der arbeitsintensivere Teil), So kann ich mühelos in Gegenlichtaufnahmen noch Farbe in ein dunkles Motiv bringen, ohne die Farbigkeit des Himmels, wie hier im Beispiel, zu verlieren:

rettungsboot

Ansicht vor der Bearbeitung:

Vorsicht: bei der Bearbeitung das Bild nicht zum Rauschen bringen!
Noch besser ist, wenn man gleich 2-3 Bilder mit unterschiedlichen Einstellungen fotografiert. Eine Aufnahme bei normaler Belichtung Av 0, eine Unterbelichtung: Av -2 und eine Überbelichtung Av +2. Nicht ganz einfach ist es jedoch diese 3 Bilder absolut deckungsgleich zu halten. es geht nur mit Stativ! und bei langer Belichtungszeit sollte sich auch möglich nichts bewegen. Alleine die Blendensteuerung sorgt schon für Unterschiede in der Tiefenschärfe.

Es gibt allerdings auch Programme und auch in Photoshop Einstellungen, die die das Arbeiten mit HDR Motiven automatisieren (3 verschiedene Bilder in den entsprechenden Belichtungsstufen braucht man jedoch immer!).

Beispieltutorial für Photoshop auf Youtube:

Einen Überblick zu weiterer Software hier.
Ob das nun schön ist oder Photokitsch ist Ansichtssache, darüber wird entsprechend häufig diskutiert. Wer die „reine“ Photographie schätzt, wird sagen, dass wirklich gute Bilder beim Fotografieren entstehen und nicht in der Nachbearbeitung. Da aber auch gute Nachbearbeitung gekonnt sein will, ist es für mich zumindest eine Möglichkeit, die Intensität eines Bildes zu steigern.