HDR aus einem Bild mit Photoshop und FDR Tools
Oktober 1, 2008
Ich habe nun eine Weile herumexperimentiert um einen guten Weg für mich zu finden, brauchbare HDR’s aus einem einzigen Bild zu erzeugen. Da ich nicht immer das Stativ mitnehme und 5 verschiedene Aufnahmen ein und desselben Motivs mit unterschiedlicher Belichtung aus der Hand schwierig sind, ist dieser Weg ein probates Mittel, trotzdem zum Ziel zu kommen. Jedoch am Ende muss ich sagen, vorsicht! ein Bild ist genauso schnell kaputt überarbeitet wie geschossen.
Dieses Bild schoss ich an einem sonnigen Tag im Wiesbadener Kurgarten:
Wegen der Farben unterbelichte ich gerne. Die Tiefen sind folglich etwas dunkel geraten, während die Lichter in diesem Motiv schön durchgezeichnet sind. In dem man mehr Licht in die Tiefen bringt, läßt sich aus diesem Bild ein geeignetes HDR Motiv erstellen. Die stürzenden Linien der Ansicht sind durch Weitwinkelperspektive entstanden und werden nach der HDR Bearbeitung in Photoshop korrigiert.
Ich öffne mein Original RAW Bild nach Übertragung von der Kamera auf PC in Photoshop. Das Raw Format der Kamerahersteller ist proprietär, Photoshop benutzt, deswegen beim Öffnen dieses Formates ein Plugin. Das RAW enthält 32 Bit Farbtiefe, was es im Finetuning gut bearbeitbar macht (leider kann diese Fülle an vorhandener Bildinformation kein Monitor darstellen). Ich reguliere lediglich die Belichtungseinstellungen und überprüfe in der 100% Ansicht, ob sich durch das starke hochregeln der Tonwerte in (falsche) Unterbelichtungen und Überbelichtungen hohes Pixelrauschen einstellt. Falls ja muss dieses jedesmal vorsichtig nachkorrigiert werden.
Wir brauchen ausgehend vom Originalbild 2 zusätzliche Unterbelichtungsstufen:
und zwei Überbelichtungsstufen:
Diese vier Belichtungseinstellungen führe ich jeweils aus Photoshop als .dng (digital Negative) aus. Das ist das photoshopeigene Rawformat. Insgesamt habe ich nun mit dem Ausgangsbild 5 Bilder.
Nun muss ich das BildbearbeitungsTool/ die Software wechseln. Photoshop selbst hat zwar ein HDR-Tool, es funktioniert aber nicht mit diesen 5 aus einem einzigen Bild generierten Belichtungsstufen, da Photoshop beim generieren des HDR aus den dngs die urprünglichen Bildinformationen ausliest (exif Daten) und somit meine nachträglichen Belichtungseinstellungen schlicht ignoriert.
Ich benutze die kostenlose Basic Version von FDR Tools. Öffne das Programm, lade dort alle 5 Bilder in ein Projekt, lasse sie bearbeiten und speichere sie als ein einziges Bild wieder aus. Dieses öffne ich erneut in Photoshop und regle dort die letzten Einstellungen. Besonders interessanter Filter ist unter Bild/Anpassungen die Option Tiefen/Lichter.
Im Vergleich zu meinem Ausgangsbild gut zu erkennen, die aufgehellte Durchzeichnung der Tiefen im Blattwerk und Gebäudeschatten. Leider haben diese Bilder immer etwas unnatürliches, besonders je mehr man die Einstellungen auch noch in der Farbigkeit übertreibt. Gefährlich sind Bearbeitungen an Bildern, die im Original schon einen hohen Rauschfaktor haben, z.B, durch Belichten mit einer hohen Asazahl.













Dezember 5, 2008 at 12:47
Vielen Dank für deine Erklärung. Verwendest du irgendwelche Standardwerte in Photoshop, um die unterschiedlichen Belichtungen herzustellen oder machst du das nach Gefühl?
Mai 24, 2009 at 9:32
Ganz doofe frage… aber wo reguliert man denn in Photoshop Belichtungseinstellungen?
Und geht das auch mit eingescannten bildern?
Mai 25, 2009 at 9:47
„Photoshop benutzt, deswegen beim Öffnen dieses Formates ein Plugin.“
In diesem Plugin, rechts neben dem Bild, gibt es eine Option „Belichtung“ zum rauf und runterregeln.
Wenn man das PS-Plugin nicht hat, nützt die Beschreibung nicht viel. Aber auch andere RAW Plugins dürften solche Optionen zum nachträglichen Bearbeiten anbieten. Dann heißt’s es selber suchen ;)
Mai 25, 2009 at 9:49
hmm eingescant? praktisch ja, was dabei raus kommt ist wohl vom scanner und der vorlage abhängig. Sinnvoll? eher nein.