Link-tipps

Oktober 7, 2008

Auf die Schnelle noch 2 Linktipps, die ich im Netz  fand.

Der erste enthält Tipps zur Lebensmittel- und FoodFotografie für Blogger, die gerne kochen und dies dokumentieren wollen. Sehr schön erklärt und illustriert, aber englisch:

Der zweite bezieht sich noch einmal auf HDR bzw. DRI Fotografie und die Erstellung solcher Bilder in Photoshop. Ein ausführliches Tutorial, ich habe es auf den DOCMA Seiten gefunden:

Ich habe nun eine Weile herumexperimentiert um einen guten Weg für mich zu finden, brauchbare HDR’s aus einem einzigen Bild zu erzeugen. Da ich nicht immer das Stativ mitnehme und  5 verschiedene Aufnahmen ein und desselben Motivs mit unterschiedlicher Belichtung aus der Hand schwierig sind, ist dieser Weg ein probates Mittel, trotzdem zum Ziel zu kommen.  Jedoch am Ende muss ich sagen, vorsicht! ein Bild ist genauso schnell kaputt überarbeitet wie geschossen.

Dieses Bild schoss ich an einem sonnigen Tag im Wiesbadener Kurgarten:

hdr normal

Wegen der Farben unterbelichte ich gerne. Die Tiefen sind folglich etwas dunkel geraten, während die Lichter in diesem Motiv schön durchgezeichnet sind. In dem man mehr Licht in die Tiefen bringt, läßt sich aus diesem Bild ein geeignetes HDR Motiv erstellen. Die stürzenden Linien der Ansicht sind durch Weitwinkelperspektive entstanden und werden nach der HDR Bearbeitung in Photoshop korrigiert.

Ich öffne mein Original RAW Bild nach Übertragung von der Kamera auf PC in Photoshop. Das Raw Format der Kamerahersteller ist proprietär, Photoshop benutzt, deswegen beim Öffnen dieses Formates ein Plugin. Das RAW enthält 32 Bit Farbtiefe, was es im Finetuning gut bearbeitbar macht (leider kann diese Fülle an vorhandener Bildinformation kein Monitor darstellen). Ich reguliere lediglich die Belichtungseinstellungen und überprüfe in der 100% Ansicht, ob sich durch das starke hochregeln der Tonwerte in (falsche) Unterbelichtungen und Überbelichtungen hohes Pixelrauschen einstellt. Falls ja muss dieses jedesmal vorsichtig nachkorrigiert werden.
Wir brauchen ausgehend vom Originalbild 2 zusätzliche Unterbelichtungsstufen:

hdr dunkel

hdr dunkler

und zwei Überbelichtungsstufen:

hdr hell

hdr am hellsten

Diese vier Belichtungseinstellungen führe ich jeweils aus Photoshop als .dng (digital Negative) aus. Das ist das photoshopeigene Rawformat. Insgesamt habe ich nun mit dem Ausgangsbild 5 Bilder.

Nun muss ich das BildbearbeitungsTool/ die Software wechseln. Photoshop selbst hat zwar ein HDR-Tool, es funktioniert aber nicht mit diesen 5 aus einem einzigen Bild generierten Belichtungsstufen, da Photoshop beim generieren des HDR aus den dngs die urprünglichen Bildinformationen ausliest (exif Daten) und somit meine nachträglichen Belichtungseinstellungen schlicht ignoriert.

Ich benutze die kostenlose Basic Version von FDR Tools. Öffne das Programm, lade dort alle 5 Bilder in ein Projekt, lasse sie bearbeiten und speichere sie als ein einziges Bild wieder aus. Dieses öffne ich erneut in Photoshop und regle dort die letzten Einstellungen. Besonders interessanter Filter ist unter Bild/Anpassungen die Option Tiefen/Lichter.

Mein Ergebnis:
wiesbaden kurhaus sideview

Im Vergleich zu meinem Ausgangsbild gut zu erkennen, die aufgehellte Durchzeichnung der Tiefen im Blattwerk und Gebäudeschatten. Leider haben diese Bilder immer etwas unnatürliches, besonders je mehr man die Einstellungen auch noch in der Farbigkeit übertreibt. Gefährlich sind Bearbeitungen an Bildern, die im Original schon einen hohen Rauschfaktor haben, z.B, durch Belichten mit einer hohen Asazahl.

Bildaussage verstärken

August 26, 2008

… durch Nachbearbeitung

In Fotos steckt manchmal mehr, als die reine Aufnahme wiedergibt. Aussage läßt sich oft durch entsprechende Nachbearbeitung verstärken.
Dieses Beispielbild fotografierte ich in meinem Garten, in dem die Pfingstrosen gerade verblühten. Schön fand ich die farbigen Muster und Strukturen, die sich dadurch ergaben. Das Foto wurde aufgenommen mit fast ganz geöffneter Blende und kurzer Belichtungszeit bei bewölktem Himmel, sprich diffuser Beleuchtung.


Im Ergebnis gefiel mir  das satte Grün am Bildrand nicht; es kontrastiert die zarten Pinktöne zu stark und lenkt außerdem von der Struktur, die mich ja zu dem Foto inspiriert hatte, ab. Ergo der griff in die Photoshopkiste: Über Auswahl/Farbbereich selektierte ich den Grünbereich, versah ihn mit einer weichen Auswahlkante und ersetzte ihn durch Weiß. Mittels Strukturfiltern, Kontrasteinstellungen, Farbkorrekturen arbeitete ich mich dann behutsam zu diesem Ergebnis vor:

So wird klarer, was ich sah und fotografieren wollte, das Foto bekommt den Hauch einer Illustration und eines abstraken Bildes.

Der Eindruck im Detail:

so fertig für heute:)

Der Kreuznacher Jahrmarkt wurde schon gefeiert zu Napoleons Geburtstag (ja wir Linksrheiner sind historisch bedingt leicht französiert, in guten und in schlechten Zeiten) Der Jahrmarktsbesuch an sich, ist für mich eine nostalgische Angelegenheit, alte Familentradition aus Großpapas Zeiten, die stürmische Jugendzeiten überlebt hat bis heute. So kenne ich ihn wie meine Westentasche und weiß auch welche Orte prima geeignet sind zu einem Fotoshooting. Zugegeben ich war dort das erstemal mit dickem Stativ unterwegs, hatte eine wenig Bammel vor der anstürmenden Masse, aber es klappte viel besser als ich dachte. Es gibt dort einen kleinen Damm (den Debedeedamm) der das Gelände vor Hochwasser von der Nahe schützt. Dort hat man einen Blick über die Köpfe der Menge, was mit Stativ sehr nützlich ist. Es ist auch immer ein Standort für mehrere Fahrgeschäfte. Fotografiert habe ich mit kleiner bis kleinster Blende (22-32), was statisch war, sollte auch mit Sicherheit scharf werden. Brennweiten habe ich unterschiedliche benutzt von Weitwinkel bis Tele. Belichtungszeiten von 1-2 s. Ein kleines Malheur ist mir passiert, weil ich veregaß  die Asazahl von 400 auf 100 hinunterzustelllen. Beim Betrachten der Aufnahmen in groß, habe ich aber mit Freude und Erstaunen festgestellt, dass so gut wie kein „Pixelrauschen“ vorhanden ist, wenn ich es nicht selbst bei der Nachbearbeitung hineinarbeite. Die schon unendlich oft fotografierten Motive wie Riesenrad und Kettenkarussel sind dieses mal nicht dabei, ich fand die moderneren Karusslle technisch interessanter. Aber was nicht ist ….

Hier meine Ergebnisse mit „intergalaktischen Flair“ und mächtig viel „bunt“:

long exposure light painting on "Jahrmarkt" fair  Bad Kreuznach 2008

ateliersite - View my 'jahrmarkt' photos on Flickriver

Mein Foto der Woche

August 11, 2008

… ist völlig unscharf. :) Es entstand beim Lesen meines neuen Buches über die Canon 450D (ja darüber schreibe ich auch noch) in einem Cafehaus. Die Lichtstimmung und die 3 orangen Lampen haben mir einfach keine Ruhe gelassen. Es ist wie beim Malen, mir sind auch beim Fotografieren Licht und Farben wichtiger als Klarheit und Form. Für den Moment ist die Richtung klar:

Meine Art abstrakter Expressionismus.

we had a coffee

Mit Licht gemalt

August 8, 2008

Das sind Lichtmalereien:

…und ja, ich wollte es auch einmal ausprobieren. Diese Lichtmalereien, die man mit langen Belichtungszeiten erzeugen kann. So bin ich gestern erst ausgegangen um den Sonnenuntergang zu fangen. Der war leider nicht so ergiebig wie erhofft. Als es dann dunkler wurde hatte ich dennoch mein AHAerlebnis. Ich bin oft fasziniert von unscharfen, verzogenen Fotos, die den Eindruck von Malerei hinterlassen. Es ist nur gar nicht so einfach sie herzustellen. Verzieht man die Kamera nach oben und unten, erhält man nur vertikale Strukturen, in die waagerechte dieselben nur horizontal. Manche werfen auch ihre Kamera, ich frage mich dabei jedoch was tue ich wenn ich sie fallen lasse?. Ich finde es auch sehr schön, wenn man von dem verwischten Motiv trotzdem noch etwas erkennen kann.
Im Dämmerlicht gestern bin ich deswegen mit langen Belichtungszeiten 1/4 und länger, Blende 20, die Kamera in der Hand haltend, langsam herum gegangen. Der Effekt, den das brachte, fand ich äußerst spannend.  Ich habe Geisterbilder geschossen und die Lichter malten Spuren auf mein Bild. Klassischerweise ist es anderherum, man bewegt ein Feuerzeug, während die Kamera auf einem Stativ steht oder man fotografiert von einer Brücke die Lichter der fahrenden Autos… und wenn die Ergebnisse erst einmal in der Experimentierkiste landen, macht nix, wieder eine Erfahrung mehr.

die Experimentierkiste:
street light

street light

weg
..und was genau habe ich jetzt fotografiert?
Klasse Beispiele was man damit wirklich kann findet man auf Lichtfaktor.de
oder einfach einmal bei google „Lightpainting“ eingeben.